Glückssucher!
Wir alle streben unaufhörlich nach Glück - Tag für Tag, permanent. Jeder von uns sehnt sich nach diesem Gefühl von Frieden und innerer Ruhe im eigenen Leben. Bewusst oder unbewusst befinden wir uns ständig auf der Suche danach. Oftmals investieren wir unser gesamtes Dasein in diese Suche, ohne zu erkennen, dass eben jene Suche uns davon abhält, wirklich glücklich zu sein. Sie führt zu Leiden, das sich Tag für Tag, unser ganzes Leben hindurchzieht.
Es ist paradox: Wir können nach vielem streben, nur nicht nach dem Glück, denn das wird zwangsläufig zu einem Desaster.
Das Glück ist nicht unter der Laterne
Wie auch immer es dazu gekommen ist, wir suchen an der falschen Stelle. Dabei erinnere ich mich stets an die Anekdote vom Betrunkenen, der Nachts unter einer Laterne nach seinem Schlüssel sucht. Ein Passant bietet seine Hilfe an und fragt, wo der Schlüssel etwa verloren ging. Der Betrunkene deutet auf die dunkle Stelle auf der anderen Straßenseite – so absurd wie lustig.
Diese Geschichte mag humorvoll erscheinen, doch sie birgt auch eine traurige Wahrheit. Viele von uns stehen metaphorisch unter der Laterne und suchen. Dort ist es hell, und wir sehen das Verlorene besser. Wenn es nur dort zu finden wäre ...
Zurück aus dem Philosophischen - bedeutet dies konkret, dass wir oft im Außen nach dem Glück suchen.
"Wenn ich nur diesen Job hätte, dann ...",
"Wenn ich erst in meinem Traumhaus wohne, dann ...",
"Wenn ich in einer glücklichen Partnerschaft bin, dann ...".
Na, erkennst du dich wieder?
Wir sind fest davon überzeugt, dass wir erst etwas haben müssen, um endlich glücklich zu werden. Oder wir versuchen, etwas loszuwerden, um endlich Glück zu empfinden. Oder wir sind völlig konfus, probieren dies und das aus und hoffen, dass irgendetwas davon uns endlich glücklich macht.
Die Suche im Außen ist nicht nur wenig zielführend, sondern auch äußerst anstrengend. Wir investieren viel Energie in diese Bemühungen und sind dadurch oft völlig angespannt. Nichts, was sich langfristig gut anfühlt. Deshalb sehnen wir uns nach Entspannung, ein tief verankertes Bedürfnis in uns. Wir möchten loslassen, die Füße hochlegen, durchatmen, ohne Verpflichtungen sein, auch mal den Müßiggang genießen und die Seele baumeln lassen.
Die Wellnessbranche profitiert von dieser Sehnsucht, und viele von uns gönnen sich gerne eine Massage oder ein Wellness-Wochenende. Für einen Moment ist es ja auch durchaus wohltuend. Doch dann sind wir wieder auf der Arbeit, bei unseren Kindern oder an der Supermarktkasse und fühlen uns – oh Wunder – genauso wie zuvor.
Ähnlich wie bei der Suche nach Glück gehen wir auch die Entspannung falsch an. Wir versuchen, sie aktiv herbeizuführen, was wiederum Anstrengung bedeutet und somit das Gegenteil von dem ist, was wir uns wünschen.
An dieser Stelle zitiere ich meinen hochgeschätzten buddhistischen Meister Tulku Lobsang Rinpoche, der sagt: „Die Entspannung ist die einzige Tür zur natürlichen Welt. Die Natur der Entspannung ist der Raum. Die Natur des Raumes ist der Frieden und die Natur des Friedens ist das Glück.“
Da ist es also! Das Glück, nach dem wir alle streben.

Entspannung ist nichts, was man tun kann
Deshalb betrachten wir Entspannung anders. Es geht weit über den Wellness Moment hinaus.
Entspannung ist keine Handlung, die man ausführt, man muss sie zulassen.
Daher haben wir bei Li-Balance unser Leben der Entspannung gewidmet. Unser Ziel ist es, dass viele Menschen aufhören zu suchen und stattdessen finden.
Genau darauf sind all unsere Angebote ausgerichtet. Wir möchten, dass Menschen sich die Erlaubnis geben, sich zu entspannen. Wir praktizieren Yoga, um auf der physischen Ebene zu entspannen, meditieren, tauchen in Klänge ein und setzen uns in Seminaren mit uns selbst auseinander, um auf der mentalen Ebene zu entspannen.
Auf diese Weise treten wir aus dem tosenden Wasserfall der Gedankenflut heraus, der uns jede Sekunde unseres Daseins trifft. Erst dann dringen wir bis zu unserer Seele vor, zu unserem Innersten – dem Ort, an dem das Glück zu finden ist.

